Veranstaltung des echo – Center for the Study of Rhetoric between Old and New Media. Organisiert von Cornelia Ortlieb und Anita Traninger (Freie Universität Berlin).
Naming, Blaming, Shaming: Begleitend zur Buchpräsentation der Herausgeberinnen Cornelia Ortlieb und Anita Traninger werden Theresa Heyd (Universität Heidelberg) und Heide Volkening (Universität Greifswald) des Cringe-Forschungsteams einen Vortrag über Scham, Schamlust und Fremdscham halten.
Über das Buch: In den Sozialen Medien haben sich erstaunlich rasch kodifizierte und stabil choreographierte Schmäh- und Beschämungspraktiken entwickelt. Die Begriffstrias Naming, Blaming, Shaming verweist darauf, dass die kommunikativen Praktiken der Sozialen Medien, so scheint es zumindest, dominant vituperativ sind. Die Beiträge des Bandes, die Fallstudien von den Anfängen der Moderne bis zum 21. Jahrhundert bieten, erweisen, dass dieses Ensemble aus Sprechakten, Affektregimes und Bildrhetoriken über eine lange historische Genealogie verfügt. Unter dem Vorzeichen des Digitalen erfährt dieses Repertoire ganz neue Konstellationen und Justierungen, von der nahezu beiläufigen Mikroaggression bis zum sogenannten Shitstorm. Vor diesem Hintergrund geht es darum, Tiefenbohrungen zu unternehmen, die je verschiedene Aspekte der Begriffstrias in ihrer historischen Verwurzelung ins Licht rücken.
Zu Cringe. Ästhetik und diskursive Praxis der Schamlust
Zu der Publikation Naming, Blaming, Shaming von Cornelia Ortlieb und Anita Traninger
(Echo)
Time & Location
Nov 23, 2026 | 06:00 PM
Seminarzentrum, Raum L116
Freie Universität Berlin
Otto-von-Simson-Straße 26
