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A Dialogue from Time to Time

Audio-Reihe

Übersetzen im Gespräch | Translation talks

Schon die Begründung der modernen Übersetzungstheorie durch Friedrich Schleiermacher geht von der Beobachtung aus, dass bereits in alltäglichen Sprechsituationen eine Kunst des Verstehens gefordert und am Werk ist, im einfachsten Gespräch, "auf dem Markt und in den Straßen …, auch in manchen Gesellschaftskreisen, wo ... die Rede regelmäßig wie ein Ball abgefangen und wiedergegeben wird" (Schleiermacher: 1977, 247). Wo die Worte nicht mehr derart leicht hin und her fliegen, setzt auch das Übersetzen ein: zuhause.

Entsprechend bietet die Feature-Reihe des Projekts A Dialogue from Time to Time/Dialog von Zeit zu Zeit am EXC "Temporal Communities" Raum und Zeit für klassische Werkstattgespräche zwischen Autor:innen und Übersetzer:innen. In ihren in loser Folge erscheinenden Beiträgen lädt sie zu Reflexionen über das Sprechen und Schreiben in mehreren Sprachen ein. Dabei kann die ganze Bandbreite des Formats ausgemessen und erprobt werden: Im Selbstgespräch, im Dialog oder auch im Interview sollen gleichermaßen die Mehrsprachigkeit literarischen Schreibens, die Bewegungen zwischen den Sprachen und Praktiken der Hybridisierung erfahrbar werden.

Jede Audio-Einheit misst etwa 20 bis 30 Minuten, an ihrem Beginn steht immer die mehrsprachige Lesung, dann folgen Kommentare und (Selbst-)Reflexionen. Die vorgetragenen literarischen Texte sollen dabei auch visualisiert werden, um die oft untrennbare Einheit von Schriftgebilde und Laut wahrnehmbar zu machen; Transkripte der gesprochenen Kommentar-Texte können auf Wunsch zum Nachlesen zur Verfügung gestellt werden (Kontakt: Felicitas Pfuhl, felicitas.pfuhl@fu-berlin).

Cornelia Ortlieb