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Lecture series | Berliner Weltliteraturen. Internationale literarische Beziehungen in Ost und West nach dem Mauerbau

Lecture series | Berliner Weltliteraturen

Lecture series | Berliner Weltliteraturen

Lecture series organised by the project "Writing Berlin", Research Area 4, "Literary Currencies" as part of the Open Lecture Hall Series of Freie Universität Berlin, winter semester 2020/2021.

News from Sep 24, 2020

Die Vorlesung findet vor Publikum statt und wird gestreamt.
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Konzeption: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm
Diese Ringvorlesung ist Teil des Projekts "Writing Berlin" am Exzellenzcluster "Temporal Communities" und findet im Rahmen des Offenen Hörsaals der Freien Universität Berlin statt.

Berlin nach dem Mauerbau: In beiden Teilen der Stadt beginnt eine intensive Phase der kulturpolitischen ‚Aufrüstung’, in deren Zentrum die gezielte Förderung internationaler literarischer und künstlerischer Kontakte steht. Während im Westen durch Lesereihen, Schreibwerkstätten, die Gründung des Literarischen Colloquiums und das DAAD Künstlerprogramm führende Vertreter der internationalen Moderne und Avantgarde sowie vielversprechende Nachwuchskünstler in die Inselstadt geholt werden, entwirft der Schriftstellerverband im Osten Pläne zur Verstärkung der Auslandsarbeit, schließt Freundschaftsabkommen mit zahlreichen sozialistischen Bruderverbänden, organisiert im Verein mit dem Kulturministerium und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten internationale Schriftstellertreffen, lädt Autoren, Übersetzer, Verleger, Redakteure zur Arbeitsaufenthalten ein.

Erkennbar werden bei diesen Aktivitäten in Ost und West divergierende Ziele verfolgt, konkurrierende Communities gestiftet und unterschiedliche Konzepte von Weltliteratur verhandelt. Die Ringvorlesung möchte diese kulturpolitischen Aktivitäten und den internationalen literarischen Austausch im Berlin der früheren 1960er Jahre anhand von Fallbeispielen vorstellen. In der Summe sollen die Beiträge eine dichte Beschreibung jener Phase in der Entwicklung Berlins liefern, in der die geteilte Stadt mit Blick auf die Internationalisierung des Literatur- und Kulturbetriebs eine Vorreiterfunktion übernahm.

Die Vorlesung findet vor Publikum statt und wird gestreamt. Da die Plätze im Hörsaal aufgrund der aktuellen Bestimmungen begrenzt sind, werden diejenigen, die die Vorlesung gerne als Präsenzveranstaltung besuchen möchten, um eine einmalige Anmeldung mit einer Mail an Luise von Berenberg-Gossler luiv71@zedat.fu-berlin.de gebeten. Die Vergabe der Präsenzplätze erfolgt vor Semesterbeginn nach Eingang der Anmeldungen.

Programm

03. November 2020 | 18:00 - 20:00

Das geteilte Berlin als Katalysator der Internationalisierung des Literaturbetriebs
Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm (Neuere deutsche Literatur, Freie Universität Berlin)

10. November 2020 | 18:00 - 20:00

Der Grenzgänger: Zeitzeugengespräch mit Klaus Völker

17. November 2020 | 18:00 - 20:00

Ménage à trois: Theatertransfer zwischen Paris und dem geteilten Berlin
Prof. Dr. Nicole Colin (Aix Marseille Université)

24. November 2020 | 18:00 - 20:00

"In Schwingung versetzt": Das internationale Kolloquium des Schriftstellerverbands 1964 in Ost-Berlin
Dr. Bernadette Grubner (Neuere deutsche Literatur, Freie Universität Berlin)

01. Dezember 2020 | 18:00 - 20:00

East East and West West. Ein russisch-amerikanisch-deutsches Gespräch im Zeichen Goyas, Berlin, Januar 1967
Prof. Dr. Cornelia Ortlieb (Neuere deutsche Literatur, Freie Universität Berlin)

08. Dezember 2020 | 18:00 - 20:00

Literarische Völkerverständigung im Kalten Krieg: Lateinamerika-Kolloquien in Westberlin 1962 und 1964
Prof. Dr. Susanne Klengel (ZI Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin)

15. Dezember 2020 | 18:00 - 20:00

Faux amis? Der Nouveau Roman in West & Ost: Die frühen Jahre
Prof. Dr. Ulrike Schneider (Institut für Romanische Philologie, Freie Universität Berlin)

05. Januar 2021 | 18:00 - 20:00

Übersetzungsförderung und die Formierung des Autor-Übersetzer-Diskurses am LCB um 1966
PD Dr. Heribert Tommek (Neuere deutsche Literaturwissenschaft 2, Universität Regensburg)

12. Januar 2021 | 18:00 - 20:00

Die angloamerikanische Dramenwerkstatt im LCB 1964: Zirkulationen des Absurden
Prof. Dr. Ute Berns (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Universität Hamburg)

19. Januar 2021 | 18:00 - 20:00

Der griechische Bürgerkrieg und das geteilte Berlin: "Weiße Rosen aus Athen" und Antigone lebt
Prof. Dr. Miltos Pechlivanos (Institut für Griechische und Lateinische Philologie, Freie Universität Berlin)

26. Januar 2021 | 18:00 - 20:00

"In der Situation des Radwechslers": Ingeborg Bachmann in Berlin und das transnationale Zeitschriftenprojekt Gulliver (1963-1964)
Prof Dr. Valentina Di Rosa (Universität L’Orientale Neapel)

02. Februar 2021 | 18:00 - 20:00

Gombrowicz in Berlin und das DAAD-Künstlerprogramm im Ost-West-Konflikt
Dr. Olaf Kühl (Berlin)

09. Februar 2021 | 18:00 - 20:00

"Ludvik Kundera hat mit Milan nicht das Geringste zu tun.": Franz Fühmann als deutsch-tschechischer Literaturvermittler
Prof. Dr. Alfrun Kliems (Institut für Slawistik und Hungarologie, Humboldt-Universität zu Berlin)

16. Februar 2021 | 18:00 - 20:00

"Die schönste Liebesgeschichte der Welt": "Multinationale Sowjetliteratur" auf dem Buchmarkt zwischen Ost und West
Prof. Dr. Susi Frank (Institut für Slawistik und Hungarologie, Humboldt-Universität zu Berlin)

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